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Dein weiblicher Zyklus – die vier Phasen und was dein Körper dir sagen möchte

Du bist nicht jeden Tag gleich.Und das ist vollkommen natürlich.

Vielleicht kennst du Tage, an denen du voller Energie bist, dich gerne zeigst, Menschen treffen möchtest und tausend Ideen hast.

Und dann gibt es diese anderen Tage.

Tage, an denen du müde bist. Empfindlicher. Bedürftiger nach Ruhe. Vielleicht möchtest du dich zurückziehen, weniger leisten und einfach nur sein.

Was wäre, wenn mit dir nichts falsch ist?

Was wäre, wenn dein Körper einem natürlichen Rhythmus folgt?

Dein weiblicher Zyklus ist weit mehr als nur die monatliche Blutung. Er ist ein Zusammenspiel von Hormonen, Körper, Emotionen, Energie und deinem Nervensystem.

Und vielleicht darfst du beginnen, deinen Zyklus nicht mehr als etwas zu sehen, das du „aushalten“ musst – sondern als eine Einladung, dich selbst besser kennenzulernen.


Dein Körper ist nicht jeden Tag gleich – und das darf sein

Während eines Menstruationszyklus verändern sich die Hormone. Dadurch können sich unter anderem Energie, Stimmung, Körpergefühl, Bedürfnisse und Belastbarkeit verändern.

Natürlich ist jede Frau anders. Nicht jeder Zyklus verläuft gleich und auch die Dauer der einzelnen Phasen kann unterschiedlich sein.

Es geht deshalb nicht darum, deinen Körper in ein bestimmtes Schema zu pressen.

Es geht vielmehr darum, zu beobachten:

Wie fühle ich mich gerade?Was brauche ich?Was möchte mein Körper mir sagen?

Die vier Zyklusphasen können dir dabei eine wunderschöne Orientierung geben.


1. Menstruation – Rückzug, Ruhe & Loslassen

Mit Beginn deiner Periode beginnt ein neuer Zyklus.

Die Gebärmutterschleimhaut wird abgestoßen und deine Hormone befinden sich zunächst auf einem niedrigeren Niveau.

Viele Frauen erleben diese Zeit als eine Phase, in der sie weniger Energie haben und sich mehr nach Ruhe und Rückzug sehnen.

Und vielleicht ist genau das die Einladung dieser Phase:

Du musst nicht immer funktionieren.

Du darfst langsamer werden.

Du darfst Termine reduzieren, früher ins Bett gehen, weniger leisten und dich mehr um dich selbst kümmern.

Die Menstruation kann eine Zeit sein, in der du wieder ganz bei dir ankommst.


Deine Körperübung: Hände auf den Unterbauch


Lege dich bequem auf den Rücken.

Eine Hand legst du auf dein Herz, die andere auf deinen Unterbauch.

Schließe deine Augen.


Du musst nichts verändern.

Spüre einfach die Wärme deiner Hände und den Kontakt zu deinem Körper.

Atme langsam durch die Nase ein.

Stell dir vor, dein Atem darf bis tief in deinen Unterbauch fließen.

Mit jeder Ausatmung darf dein Bauch weicher werden.


Bleibe für 2–5 Minuten in dieser Position.

Und frage dich anschließend:


Was darf ich loslassen? Was brauche ich gerade wirklich?

Vielleicht ist deine Antwort Ruhe.

Vielleicht Nähe.

Vielleicht Raum für dich.

Höre hin.


2. Follikelphase – Erwachen, Leichtigkeit & neue Energie


Nach der Menstruation beginnt die Follikelphase.

Östrogen steigt wieder an und bei vielen Frauen kehrt nach und nach mehr Energie zurück.

Vielleicht spürst du plötzlich wieder Lust auf Bewegung.

Neue Ideen entstehen.

Du möchtest Menschen treffen, Dinge ausprobieren und etwas in die Welt bringen.

Es ist die Zeit des Erwachens.

Wie ein Frühling nach einem langen Winter.

Und auch hier darfst du deinen Körper beobachten:

Was möchte durch mich entstehen?


Deine Körperübung: Öffne dich


Stelle dich aufrecht hin.

Deine Füße stehen etwa hüftbreit und geben dir einen sicheren Kontakt zum Boden.

Schließe für einen Moment die Augen.


Atme tief ein und führe deine Arme langsam über die Seiten nach oben.

Öffne dabei sanft deinen Brustraum.

Spüre, wie dein Körper größer wird.

Mit der Ausatmung lässt du deine Arme wieder sinken.


Wiederhole die Bewegung 5–8 Mal.

Ganz ohne Druck.

Ganz in deinem Tempo.

Spüre anschließend nach.


Wie fühlt es sich an, deinem Körper Raum zu geben?


Vielleicht möchtest du diese Energie anschließend nutzen, um etwas zu beginnen, kreativ zu sein, dich zu bewegen oder eine Idee umzusetzen.


Deine Frage für diese Phase:


Wofür möchte ich meine Energie nutzen? Was möchte in mir wachsen?


3. Eisprung – Strahlen, Verbindung & Sichtbarkeit


Rund um den Eisprung erreicht Östrogen häufig seinen Höhepunkt.

Viele Frauen erleben diese Zeit als besonders kommunikativ, offen und energiegeladen.

Es kann eine Phase sein, in der du dich gerne zeigst, Verbindung suchst und dich nach außen orientierst.

Du darfst deine Energie genießen.

Du darfst lachen.

Du darfst flirten.

Du darfst dich zeigen.

Du darfst Raum einnehmen.

Nicht, weil du etwas beweisen musst.

Sondern weil du einfach du bist.


Deine Körperübung: Öffne deinen Herzraum


Setze oder stelle dich aufrecht hin.

Lege beide Hände auf dein Herz.

Atme tief ein.


Ziehe deine Schultern sanft nach hinten und spüre, wie sich dein Brustraum öffnet.

Mit der Ausatmung lasse deine Schultern wieder weich werden.

Dann öffne deine Arme weit zur Seite.

Als würdest du das Leben willkommen heißen.


Bleibe für einige Atemzüge in dieser offenen Haltung.


Spüre deinen Körper.

Spüre deinen Atem.

Spüre dich.

Und sage innerlich:

Ich darf sichtbar sein.Ich darf Raum einnehmen. Ich darf mich zeigen.


Kleine Meditation


Schließe deine Augen und lege deine Hände auf dein Herz.

Atme ruhig und tief.


Und wiederhole langsam:

Ich bin mit mir verbunden. Ich vertraue meinem Körper. Ich darf mich zeigen, so wie ich bin.


Lass die Worte nicht nur in deinem Kopf entstehen.

Lass sie in deinem Körper ankommen.


4. Lutealphase – Nach innen kehren, Grenzen & Bedürfnisse


Nach dem Eisprung beginnt die zweite Zyklushälfte – die Lutealphase.

Progesteron steigt an und der Körper bereitet sich auf eine mögliche Schwangerschaft vor.

Viele Frauen bemerken in dieser Zeit, dass sich ihre Energie langsam verändert.

Vielleicht möchtest du wieder mehr Ruhe.

Vielleicht werden deine Sinne empfindlicher.

Vielleicht bemerkst du deutlicher, was dir guttut – und was nicht.

Auch emotional kann diese Phase intensiver erlebt werden.

Und vielleicht liegt darin eine besondere Stärke:


Du beginnst wieder genauer hinzuhören.

Was brauche ich?

Was möchte ich nicht mehr?

Wo sind meine Grenzen?

Was darf gehen?


Deine Atemübung: Zurück zu dir


Mach es dir bequem.

Lege eine Hand auf deinen Bauch.

Atme etwa 4 Sekunden langsam ein.

Und anschließend etwa 6 Sekunden sanft wieder aus.


Du musst den Atem nicht erzwingen.

Die Ausatmung darf einfach ein kleines bisschen länger sein als die Einatmung.


Wiederhole dies für 2–5 Minuten.


Mit jeder Ausatmung stell dir vor, dass du ein Stück mehr bei dir ankommst.

Nicht im Außen.

Nicht bei den Erwartungen anderer.

Sondern bei dir.


Deine Frage für diese Phase:


Was möchte mein Körper mir gerade sagen? Wo darf ich eine Grenze setzen? Was brauche ich, um mich sicher und wohl zu fühlen?


Dein Zyklus ist kein Leistungsplan


Vielleicht hast du gelernt, jeden Tag gleich funktionieren zu müssen.

Gleich produktiv.

Gleich leistungsfähig.

Gleich belastbar.

Doch dein Körper funktioniert nicht wie eine Maschine.

Er lebt.

Er verändert sich.

Er hat seinen eigenen Rhythmus.

Und vielleicht darfst du aufhören, gegen diesen Rhythmus zu kämpfen.

Vielleicht darfst du beginnen, dich mit ihm zu bewegen.

An manchen Tagen nach außen.

An anderen nach innen.

Manchmal voller Energie.

Manchmal ganz weich.

Manchmal möchtest du die Welt umarmen.

Und manchmal möchtest du einfach nur deine Ruhe.

Alles davon darf sein.


Lerne, deinem Körper zuzuhören

Dein Zyklus kann zu einer Art innerem Kompass werden.

Nicht als starres System.

Sondern als Einladung zur Selbstwahrnehmung.


Wenn du beginnst, deinen Körper bewusster wahrzunehmen, kannst du vielleicht immer früher erkennen:


Ich brauche eine Pause.

Ich brauche Bewegung.

Ich brauche Nähe.

Ich brauche Abstand.

Ich möchte mich zeigen.

Ich möchte mich zurückziehen.

Das ist Körperverbindung.

Und genau darum geht es auch bei „Zurück zu dir“.

Nicht darum, deinen Körper zu verändern.

Nicht darum, noch besser zu funktionieren.

Sondern darum, wieder zu spüren:

Da bin ich. Das bin ich. Und das brauche ich.


Zurück zu DIR


Vielleicht ist dein Zyklus eine Einladung, dich jeden Monat neu zu begegnen.

Der Menstruation – mit Ruhe.

Der Follikelphase – mit Neugier.

Dem Eisprung – mit Offenheit.

Der Lutealphase – mit Rückzug und bewusstem Spüren.

Vier Phasen.

Vier unterschiedliche Qualitäten.

Und immer wieder dieselbe Frau:

Du.

Du musst nicht jeden Tag gleich sein.

Du darfst dich verändern.

Du darfst dich fühlen.

Du darfst auf deinen Körper hören.

Und du darfst lernen, dir selbst wieder zu vertrauen.


Zurück zu DIR

Liebe dich. Lebe dich. Zeige dich.


Hinweis: Jeder Zyklus ist individuell. Die beschriebenen Veränderungen sind typische Beobachtungen und können von Frau zu Frau unterschiedlich sein. Bei starken, neuen oder anhaltenden Beschwerden oder Fragen zu Zyklus und Hormonen ist eine medizinische Abklärung sinnvoll.

 
 
 

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